Sie sind hier: Angebote > Beratung und Behandlung > Hauptstelle > HaLT-Projekt
DeutschEnglishFrancais
25.6.2016 : 8:50 : +0200

Beratung und Behandlung

Das HaLT-Projekt in Marburg

Das Projekt HaLT (Hart am LimiT) richtet sich vorrangig an Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren, die mit einer akuten Alkoholvergiftung in die Kinderklinik eingeliefert werden. Seit März 2009 hat unsere Beratungsstelle einen Bereitschaftsdienst eingerichtet, bei welchem wir an 365 Tagen im Jahr ein Beratungsangebot zur Verfügung stellen und Kinder und Jugendliche in der Klinik aufsuchen.

In den letzten Jahren wurden Phänomene wie Binge-Drinking (Rauschtrinken oder auch Komasaufen) und Flatrate-Trinken (unbegrenzt Alkohol trinken für einen Festpreis) auch gehäuft bei Jugendlichen beobachtet. Jugendliche gehen hierbei ein sehr hohes Risiko für sich ein. Neben den gesundheitlichen Gefahren bei übermäßigem Alkoholkonsum besteht bei solch riskantem Konsum die Gefahr,  später einmal in eine Abhängigkeit zu geraten.

Wir bieten Kindern und Jugendlichen in ein oder zwei Gesprächen fundierte Informationen über die Wirkweisen sowie die möglichen Risiken von Alkohol. Es geht um einen "Risikocheck".

Das Projekt soll helfen, den eigenen Umgang mit Alkohol kritisch zu reflektieren.

Die Jugendlichen können einen eigenen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol entwickeln. Das Angebot ist als Kurzintervention angelegt.

Um Kontakt aufzunehmen, findet schon im Krankenhaus ein "Brückengespräch" statt. Das heißt so, weil es eine Brücke zu unserem Beratungsangebot darstellt. Hier geht es um den Jugendlichen und seine ganz persönlichen Konsumerfahrungen sowie natürlich um die Situation der Alkoholvergiftung. Das Gespräch ist vertraulich, denn alle Mitarbeiter stehen unter Schweigepflicht. Nur die Eltern können beim "Brückengespräch" dabei sein, wenn dies gewünscht ist.

Parallel dazu bieten wir betroffenen Eltern ebenfalls ein Nachsorgegespräch an.

Die Notaufnahme des eigenen Kindes ist in der Regel für die Angehörigen sehr belastend und ihre Ängste und Sorgen brauchen in der Beratung einen eigenen Platz.

Insgesamt umfasst das HaLT-Projekt:

-          ein "Brückengespräch"

-          den "Risikocheck"

-          ein Nachsorgegespräch für die Eltern

-          wenn gewünscht, kann auch ein gemeinsames Gespräch mit den Eltern und dem
           Jugendlichen stattfinden

 

                                                             Alle Gespräche unterliegen der Schweigepflicht!